Nachhaltiges Bauen in 3 Schritten: Konzept, Planung und Umsetzung

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Der Fokus moderner Architektur richtet sich zunehmend auf die Gestaltung nachhaltiger Bauwerke. Dabei geht es darum, bestehende Ökosysteme so wenig wie möglich zu beeinflussen und den Umgang mit Ressourcen bewusst und schonend zu gestalten.

Moderne Immobilien sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich zeigen, dass eine umweltbewusste Planung und Umsetzung eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Auf Komfort, gehobene Ausstattung und innovative Technologien und Designs wird besonderer Wert gelegt.

Worauf müsst ihr als Bauherr*innen der Gegenwart achten, wenn ihr ein nachhaltiges Wohn- oder gewerblich genutztes Gebäude bauen wollt? Grundlegende Kriterien im Sinne der Nachhaltigkeit werden im folgenden Ideenbuch für euch zusammengefasst.

Eingriff in bestehende Ökosysteme

Der Bau und die Nutzung von Gebäuden ist mitverantwortlich für den Rückgang von Energie- und Rohstoffreserven. Somit haben kontinuierlich umgesetzte Neubauvorhaben direkte und indirekte Auswirkungen auf die Umwelt.

Bestehende Ökosysteme werden verändert, verdrängt und verschwinden im Zeichen von beispielsweise Baugebiets-Neuerschließungen mancherorts sogar ganz. Die damit verbundenen Klimaveränderungen sind allgegenwärtig und es liegt nun an uns, diesem besorgniserregenden Trend aktiv entgegen zu wirken. Nachhaltiges Bauen und nachhaltige Architektur spielen dabei eine tragende Rolle.

1. Konzepte: Standortwahl

Der erste Schritt in Richtung nachhaltiger Architektur wird mit der Wahl des Standortes gesetzt. Bauplätze, die bereits erschlossen und im Rahmen eines gewachsenen Infrastruktur vorhanden sind, sollten bevorzugt werden.

Hier werden Eingriffe in Ökosysteme verhältnismäßig gering gehalten, bestehende Anschlüsse werden ausgebaut und mit erneuerbaren Energien ergänzt. Im Fachjargon wird häufig auf die Nachverdichtung von Baulücken hingewiesen. Diese Herangehensweise ist besonders rücksichtsvoll, da keine neue Infrastruktur für das Bauwerk geschaffen werden muss.

Energiekonzept

Ein nachhaltiges und umweltbewusstes Bauvorhaben fußt auf der Grundlage von drei Planungskonzepten: Energiekonzept, Baustoffkonzept und Wasserkonzept. Das Energiekonzept umfasst dabei folgende Punkte:

  • Die baulichen Maßnahmen sind auf eine optimale Wärmedämmung und Lüftung der Immobilie ausgelegt.
  • Die Energiesysteme werden effizient betrieben, etwa durch Wärmerückgewinnung und die Nutzung regenerierbarer Kühlquellen.
  • Die Ergänzung des Energiesystems durch erneuerbare Energien, die z.B. durch eine Photovoltaik Anlage und idealerweise am Gebäude erzeugt wird.

Grundsätzlich wird eine Minimierung des Energiebedarfs angestrebt.

Baustoffkonzept

Sowohl im Bereich eines Neubaus als auch bei Sanierungsprojekten ist die Wahl der Baustoffe grundlegend. Dabei sollten sowohl Herstellungsverfahren und Materialherkunft nach ökologischen Standards geprüft werden:

  • Die Ökobilanz der Baustoffe ist entscheidend.
  • Wie verhält es sich mit der Schadstoffbelastung auf die lokale Umwelt?
  • Baustoffe müssen im Falle eines Rückbaus klar trennbar und idealerweise wiederverwertbar sein.
  • Die Dauerhaftigkeit der Baustoffe ist ebenfalls zu prüfen. Es ist sinnvoll, Bauwerke so zu konzipieren, dass eine lange Lebensdauer und gegebenenfalls eine Wiederverwertung gewährleistet werden kann.

Wasserkonzept

Das Konzept hinsichtlich der Wassernutzung ist ein nicht zu unterschätzendes Standbein im nachhaltigen Bauwesen:

  • Übermäßiger Trinkwasserverbrauch sollte vermieden werden.
  • Es wird stattdessen konzipiert, welche Bereiche durch Regenwasser oder Grauwasser beliefert werden können.
  • Möglichkeiten der Regenwasser Rückhaltung und Aufbereitung sollten geschaffen werden.

2. Planung: Balance zwischen Baukosten und Nutzungskosten

Der Langlebigkeit eines Gebäudes steht seine Veränderbarkeit und Flexibilität gegenüber. Dabei geht es in der nachhaltigen Architektur darum, diese Aspekte miteinander zu vereinen.

Betrachtet ihr konventionelle Baukosten, sind diese in der Regel niedriger als die zu erwartenden Betriebskosten über den Zeitraum der gesamten Lebensdauer. Allerdings ist hier ganz klar zu vermerken, dass höhere Investitionen während der Bauphase die späteren laufenden Kosten minimieren können.

Lebenszykluskostenprinzip

Um die Kosten von Bau und Nutzung einer Immobilie einander gegenüberzustellen, wird das Lebenszykluskostenprinzip angewendet. Dabei geht es darum abzuschätzen, wie hoch eventuell anfallende Kosten in Zukunft sein werden.

Das Bundesbauministerium hat zu diesem Zweck das sogenannte Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) ins Leben gerufen. Hierbei wird ein Betrachtungszeitraum von 50 Jahren veranschlagt. Entsprechend einer Erneuerungsrate von 2% pro Jahr werden so die Kosten für eine langfristige Nutzung abgeschätzt.

Flexibilität

Eine Hauptanforderung an die nachhaltige Architektur besteht darin, Gebäudestruktur und Grundriss so zu gestalten, dass sie eine bestmögliche Funktionalität gewährleisten.

Dabei ist eine besondere Herausforderung, eine in sich stimmige und elegante Architektur zu entwerfen, die darüber hinaus auch veränderbar bleibt.

Anpassungsfähigkeit

Zukunftsfähig entwickelt, stellt sich ein modernes Haus auch auf Veränderungen ein. Technologien werden in einem so hohen Tempo weiterentwickelt, dass eine Immobilie dementsprechend nachrüstbar sein muss. Nur so können nachhaltige Standards auch in Zukunft erfüllt werden.

Dabei geht es nicht darum, grundsätzlich Altes gegen Neues auszutauschen, im Gegenteil: Baumaterial muss so gewählt sein, dass es jahrzehntelang die Grundlage für ein umweltbewusstes und gesundes Wohnen bildet. Nur so sind spätere Anpassungen technologischer und energieeffizienter Natur problemlos umsetzbar.

Planungscheckliste I

Im Folgenden eine Reihe von Punkten, auf die es bei der Planung eines nachhaltigen Bauvorhabens ankommt:

  • Lasst euch Entwürfe von verschiedenen Architekten zeichnen. Diese sollten zum Einen eine Kostentransparenz und Lebenszyklusberechnungen beinhalten.
  • Zum Anderen können auf diesem Wege Lösungsvarianten für technische und technologische Maßnahmen aufgezeigt werden.

Planungscheckliste II

  • Wie effizient ist die Flächeneinteilung? Bei Grundriss und Bauteil Lösungen lohnt ein Blick auf verschiedene Herangehensweisen. Effizienzhäuser sollten bis zu einem gewissen Grad kompakte Layouts aufweisen, um so Wärmeenergie so effizient wie möglich nutzbar zu machen.
  • Wie sieht die Inbetriebnahme verschiedener Elemente später aus? Und wie wartungsaufwändig sind Photovoltaik Anlage, Lüftungssystem und Regenwasseraufbereitungsanlage?

Fragen, die es in der Planungsphase gemeinsam mit dem Architekten und dem Bauingenieur zu klären gilt.

3. Umsetzung: Materialgerechtes und aufwandsarmes Bauwerk

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Wenn es um die Bewertung eines Bauwerks hinsichtlich seiner Nachhaltigkeit geht, ist besonders die planungsbegleitende Einschätzung von Wechselwirkungen bestimmter Ziele wichtig. Zu diesen Zielen gehören u.a. ressourcenschonende Baumaterialien, hochwertige Konstruktion und die Gesundheit der Bewohner*innen und Nutzer*innen.

Die moderne Architektur bekräftigt vielerorts bereits nachhaltiges Bauen und zeigt zudem, dass eine Symbiose zwischen Nachhaltigkeit und hochwertigem Design möglich ist und darüber hinaus maßgeblich einen neue Standard aufzeigt.

Zeitlose und flächenschonende Architektur

Grundriss, Baumaterial und Konstruktionsweise müssen bestimmten Anforderungen gerecht werden, um nachhaltig zu sein. Darüberhinaus ist in der modernen Architektur fast alles möglich.

Es lässt sich ein Trend zu zeitlosem Design beobachten, das besonders elegant natürliche Rohstoffe integriert. Zudem werden moderne Wohngebäude zunehmend flächeneffizient gebaut.

Langfristige Freiheiten und Umweltbewusstsein

Es geht nicht mehr darum größer zu bauen, um so besser da zu stehen und den Wert einer Immobilie auf diesem Weg zu erhöhen.

Der Blick moderner Bauherr*innen fällt immer auch auf die Nutzungskosten des neuen Heims und die finanziellen Freiheiten, die man sich mitunter dadurch erschließt, indem man nachhaltig und flächenreduziert baut.

Hochwertige Konstruktion

Bei der Konstruktion wird deutlich, wie sehr nachhaltiges Bauen immer mit einem bestimmten Maß an Bewertung und Abwägung einzelner Kriterien und Ziele verbunden sein muss. Widerstandsfähige Konstruktionen sind langlebig und daher nur mit großem Aufwand rück zu bauen und wiederzuverwenden.

Im Grund ist die Konstruktion einer Immobilie mit dem menschlichen Skelett vergleichbar. In einem Lebenszyklus ist es später nur mit viel Aufwand möglich, nachzurüsten oder gar Teile zu erneuern. Daher legt nachhaltige Architektur einen hohen Wert auf eine qualitativ hochwertige und widerstandsfähige Gebäudekonstruktion.

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